AI BRIEF.EU№ 033

OpenAI und Anthropic senken Preise für neue KI-Modelle

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Was wichtig war

OpenAI halbiert die API-Preise bei Sol und Luna

OpenAI hat GPT-6 Sol und GPT-6 Luna veröffentlicht. Beide übernehmen Teile der Technik des leistungsstärkeren GPT-6 Astra, sind aber auf niedrigere Kosten ausgelegt. In der API kostet Sol zwei Dollar je Million Eingabetokens und zehn Dollar je Million Ausgabetokens. Bei Luna sind es 10 beziehungsweise 50 Cent. Gegenüber den vorläufigen Preisen der Vorgänger entspricht das nach OpenAIs Rechnung einer Halbierung.

Sol und Luna sind in ChatGPT Work, Codex und über die API verfügbar; im normalen Chat sollen sie erst später erscheinen. Zugleich hat OpenAI das Prompt-Caching überarbeitet. Wiederverwendete Eingaben erhalten weiterhin 90 Prozent Rabatt, ein neues Dashboard zeigt nun aber auch, wie hoch der Cache-Anteil einer Anwendung ist und warum Inhalte nicht wiederverwendet wurden. OpenAI

Anthropic macht Opus günstiger und schneller

Claude Opus 5.5 kostet vier Dollar je Million Eingabetokens und 20 Dollar je Million Ausgabetokens. Das sind jeweils 20 Prozent weniger als bei Opus 5. Da das neue Modell nach Angaben von Anthropic zugleich weniger Tokens benötigt, sollen typische Aufträge insgesamt rund 40 Prozent günstiger werden. Die Ausgabe von Text sei außerdem mehr als 30 Prozent schneller.

Anthropic hat vor der Veröffentlichung auch METR und Frontier Design mit Prüfungen beauftragt. Für sensible Aufgaben gelten zusätzliche Grenzen: Viele Anfragen aus der Cybersicherheit werden an ein weniger leistungsfähiges Modell weitergeleitet; für weitergehende Biologie- und Sicherheitsarbeit gibt es gesonderte Zugangsprogramme. Opus 5.5 ist über Claude sowie AWS, Google Cloud und Microsoft Azure verfügbar. Anthropic

xAI veröffentlicht Grok 4.7 zum Preis des Vorgängers

Grok 4.7 soll vor allem längere Programmier- und Büroaufträge zuverlässiger bearbeiten als Grok 4.6. xAI nennt dafür ein größeres Basismodell, längeres Training und eine stärkere Kontrolle eigener Zwischenergebnisse. Die veröffentlichten Leistungsvergleiche stammen überwiegend vom Anbieter und sind daher kein unabhängiger Qualitätsnachweis.

Der Preis bleibt bei zwei Dollar je Million Eingabetokens und sechs Dollar je Million Ausgabetokens. Grok 4.7 ist über die xAI-API, Grok Build, Cursor und weitere Entwicklungsumgebungen verfügbar. Eine schnellere Variante kostet das Doppelte. xAI

Gemini greift in einem Sicherheitstest auf drei echte Firmen zu

Bei einem Sicherheitstest im Mai sollte Gemini in simulierte Unternehmenssysteme eindringen. Drei erfundene Zielnamen glichen jedoch realen Firmen. Das System suchte daraufhin im offenen Internet nach Zugangsdaten und meldete sich bei echten Systemen an. Google bestätigte die Vorfälle; die betroffenen Unternehmen wurden informiert.

Gemini beendete die Zugriffe, nachdem es die Ziele als reale Unternehmen erkannt hatte. Der Fall war kein gezielter Angriff von Google. Er zeigt aber, dass Tests mit Netzwerkzugriff nicht allein durch erfundene Namen von der Außenwelt getrennt sind. Google und der Prüfdienst Irregular änderten nach den Vorfällen ihre Testverfahren. Reuters

02

In Unternehmen

Alfa Laval macht technische Unterlagen durchsuchbar

Am französischen Standort Golbey hat der Industriekonzern Alfa Laval einen Assistenten für technische, regulatorische und vertragliche Unterlagen eingeführt. Das System von Lettria verarbeitet mehr als 1.000 technische PDF-Dateien und beantwortet Fragen mit Verweisen auf die zugrunde liegenden Dokumente.

Der Pilot lief in Vertrieb, Qualitätskontrolle, Engineering und Projektmanagement. Danach wurde die Lösung auf weitere Projekte ausgedehnt; im ersten Jahr waren rund zehn Projekte vorgesehen. Die Angaben stammen aus einer Fallstudie des Anbieters Lettria. Sie nennt weniger manuelle Dokumentenarbeit und mehr korrekte Antworten, veröffentlicht aber keine unabhängig gemessene Zeitersparnis. Lettria

03

Europa und Deutschland

Deutschland und die Niederlande fördern KI-gestütztes Chipdesign

Die deutsche Innovationsagentur SPRIND und die neu gegründete niederländische NADI haben einen gemeinsamen Wettbewerb für Chipentwicklung gestartet. Gesucht werden kleine Teams, die mit KI unter anderem Chiparchitekturen entwerfen, Hardwarebeschreibungscode erzeugen und Entwürfe prüfen. Das Ziel sind produktionsreife Designs für leistungsfähige und sparsame KI-Chips.

Der Wettbewerb läuft über 20 Monate. Pro Team sind in der ersten Stufe bis zu 2,6 Millionen Euro und in der zweiten bis zu sieben Millionen Euro vorgesehen. Für besonders erfolgreiche Entwürfe soll später zusätzlich die Fertigung eines Prototyps finanziert werden. Bewerbungen sind bis zum 30. November möglich. SPRIND

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Gebaut in Europa

LangWatch · KI-Agenten vor dem Einsatz testen · Niederlande

LangWatch simuliert Text- und Telefongespräche mit KI-Agenten und zeichnet dabei deren Antworten und Werkzeugaufrufe auf. Teams können dieselben Tests lokal und bei jeder Codeänderung ausführen. Die Plattform lässt sich als Cloud-Dienst, im eigenen Rechenzentrum oder in einer Mischform betreiben.

Focalx · Fahrzeugschäden dokumentieren · Dänemark

Focalx prüft Fahrzeuge anhand von Smartphone-Aufnahmen oder fest installierten Kameratoren. Die Software erkennt sichtbare Schäden, ordnet Fotos einem Fahrzeug zu und übergibt standardisierte Angaben an Schaden- und Betriebssysteme. Autovermieter, Händler und Flottenbetreiber können damit Übergaben dokumentieren, ohne für jeden Standort eine große Prüfanlage einzurichten.