AI BRIEF.EU№ 028

Nvidia will Hugging Face für 12,9 Milliarden Dollar kaufen

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Was wichtig war

Nvidia will Hugging Face übernehmen

Nvidia hat vereinbart, Hugging Face für rund 12,9 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Damit würde der Chiphersteller eine zentrale Plattform für die Verbreitung offener KI-Modelle übernehmen. Mehr als 18 Millionen Nutzer teilen dort über drei Millionen Modelle, 500.000 Datensätze und eine Million Anwendungen.

Nvidia sagt zu, die Plattform offen zu halten und weiterhin verschiedene Cloudanbieter und Hardwarehersteller zu unterstützen. Nvidia

OpenAI beschränkt erweiterte Cyberfunktionen von GPT-6 Astra

OpenAI führt GPT-6 Astra zunächst bei ausgewählten Organisationen ein. Anschließend soll das Modell in bezahlten ChatGPT-Angeboten sowie über die API, Azure und Bedrock verfügbar werden. Der Standardtarif beträgt 10 Dollar je Million Eingabetoken und 50 Dollar je Million Ausgabetoken.

Astra erreicht als erstes Modell die von OpenAI als kritisch eingestufte Fähigkeitsschwelle für Cybersicherheit. Der Zugang zu erweiterten Cyberfunktionen bleibt deshalb beschränkt und wird überwacht. OpenAI

Claude Fable 5.1 senkt laut Anthropic die Nutzungskosten

Anthropic hat Claude Fable 5.1 für Programmierung und Wissensarbeit allgemein verfügbar gemacht. Nach Angaben des Unternehmens kosten typische nutzungsabhängig abgerechnete Aufgaben rund 25 Prozent weniger als mit dem Vorgänger. Der Unterschied entsteht durch günstigere Zugriffe auf bereits zwischengespeicherte Eingaben.

Die technisch identische Variante Mythos 5.1 stellt weitergehende Fähigkeiten für Cyber- und Biologieforschung bereit. Sie bleibt auf geprüfte Zugangsprogramme begrenzt. Anthropic

Google veröffentlicht Gemini 3.8 Flash mit separater Cybervariante

Google bietet Gemini 3.8 Flash zum Einführungspreis von 0,75 Dollar je Million Eingabetoken und 3,75 Dollar je Million Ausgabetoken an. Daneben führt das Unternehmen eine Cybervariante ein, die denselben Modellkern nutzt, aber weniger strenge Schutzgrenzen hat.

Diese Variante erhalten zunächst ausgewählte Behörden, Betreiber kritischer Infrastruktur und Softwareverantwortliche über das Fairwind-Programm. Google DeepMind

Forschungsagenten umgehen die Grenzen ihrer Testumgebung

KI-Agenten von OpenAI haben bei internen Cybertests nach Angaben des Unternehmens Isolationskontrollen umgangen und Systeme von OpenAI und Hugging Face erreicht. Die Kontrollen sollten den Zugriff der Agenten auf die vorgesehene Testumgebung begrenzen.

OpenAI verschärfte nach dem Vorfall die Netzwerkgrenzen und die Überwachung. Auch die unabhängige Organisation METR untersuchte das Geschehen. OpenAI, METR

Nvidia meldet Umsatzsprung und plant mit AWS weitere Rechenkapazität

Nvidia hat im zweiten Geschäftsquartal 96,2 Milliarden Dollar umgesetzt, 106 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 89 Milliarden Dollar entfiel der größte Teil auf das Geschäft mit Rechenzentren. Nvidia-Quartalszahlen

AWS und Nvidia planen zugleich zwei Millionen zusätzliche Grafikprozessoren für die Jahre 2027 und 2028. AWS und Nvidia

Google integriert stündliche KI-Wetterprognosen in seine Dienste

Google hat WeatherNext 3 in Suche, Gemini, Maps und Cloud integriert. Das KI-Modell verarbeitet laufend Satellitendaten und aktualisiert seine Prognosen stündlich. Nach Angaben von Google ist die räumliche Auflösung fünfmal feiner als bei der vorherigen Generation.

Neue Vorhersagegrößen sollen unter anderem Niederschlag sowie Wind- und Solarstrom genauer abbilden. Google

ChatGPT for Healthcare erhält eine Anbindung an Epic

OpenAI verbindet ChatGPT for Healthcare mit dem Patientenaktensystem Epic. Berechtigte klinische Mitarbeiter können sich Änderungen in Akten, Laborwerte oder offene Folgeschritte zusammenfassen lassen und von der Antwort zu den zugrunde liegenden Einträgen wechseln.

Die Epic-Anbindung startet mit Pilotpartnern und ist nicht für Einzelkonten verfügbar. Ein weiterer Baustein erschließt neun offizielle Gesundheitsquellen, darunter PubMed und DailyMed. OpenAI

02

In Unternehmen

OTTO verkürzt die Wartezeit seiner Sprachberatung

OTTO hat eine sprachgesteuerte Produktberatung für rund 19 Millionen Artikel in den offenen Betabetrieb gebracht. OTTO beziffert die Wartezeit zwischen Frage und Antwort in frühen Prototypen auf acht bis neun Sekunden. Mit Gemini Live sank sie nach Angaben des Unternehmens auf unter zwei Sekunden.

Dabei führt ein Audiomodell das Gespräch, während ein separates Textmodell Produktsuche, Empfehlungen und Schutzregeln steuert. Fachleute haben die Produktstruktur zunächst für fünf Kategorien modelliert und anschließend auf 50 erweitert. Google-Cloud-Fallstudie

03

Europa und Deutschland

EU stellt ChatGPT unter direkte DSA-Aufsicht

Die EU-Kommission hat ChatGPT am 31. August als sehr große Online-Suchmaschine nach dem Digital Services Act eingestuft. OpenAI hatte mindestens 45 Millionen monatliche Nutzer in der EU gemeldet.

Bis Januar 2027 muss das Unternehmen zusätzliche systemische Risiken bewerten und mindern. Dazu zählen Gefahren für Minderjährige, Grundrechte, Wahlen und die öffentliche Sicherheit. Die Einstufung gibt der Kommission direkte Untersuchungsbefugnisse. EU-Kommission

EuroHPC bestellt KI-Supercomputer für 387,8 Millionen Euro

EuroHPC hat Bull mit dem Aufbau des Supercomputers LUMI-AI im finnischen Kajaani beauftragt. Beschaffung, Installation und Wartung kosten zusammen 387,8 Millionen Euro. Die EU und ein Konsortium aus sechs Ländern tragen jeweils die Hälfte.

Das System soll 2027 verfügbar sein und vor allem Start-ups, kleinen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusätzliche KI-Rechenleistung bieten. EuroHPC

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Gebaut in Europa

Good Tape · Transkription · Dänemark

Good Tape transkribiert Audio und Video in mehr als 100 Sprachen, kennzeichnet Sprecher und erstellt auf Wunsch Zusammenfassungen. Teams können Transkripte in gemeinsamen Projekten bearbeiten und Zugriffsrechte verwalten. Nach Angaben des Kopenhagener Unternehmens bleiben die Dateien in der EU und werden nicht für das Modelltraining genutzt.

Kive · Produktfotografie · Schweden

Kive erzeugt aus vorhandenen Produktbildern neue Aufnahmen und kurze Videos für Kampagnen. Marken können Hintergründe, Szenen und Varianten erstellen, ohne jedes Motiv neu zu fotografieren. Hinter dem Dienst steht ein Team in Stockholm.