AI BRIEF.EU№ 013

Bundesrat stimmt Gesetz zur deutschen KI-Aufsicht zu

01

Was wichtig war

Bundesnetzagentur übernimmt zentrale Aufgaben der KI-Aufsicht

Der Bundesrat hat dem Gesetz zur Durchführung der EU-KI-Verordnung zugestimmt. Die Bundesnetzagentur übernimmt im Wesentlichen die Marktaufsicht. Sie richtet außerdem ein Koordinierungszentrum und mindestens ein Reallabor ein, in dem KI-Anwendungen erprobt werden können.

Das Gesetz tritt am Tag nach seiner Ausfertigung und Verkündung in Kraft. Bundesregierung

Großbritannien bestellt KI-gestützte Trainingsumgebungen für die Armee

Das britische Verteidigungsministerium hat einen 15-jährigen Vertrag über zwei Milliarden Pfund an ein Konsortium aus fünf britischen Unternehmen vergeben. Mit KI, Analytik und virtuellen Umgebungen sollen jährlich 60.000 Soldaten trainieren.

Nach Angaben der Regierung schafft der Auftrag 270 neue Stellen und bindet mehr als 44 britische Zulieferer ein. Britische Regierung

Googles Gemma 4 E2B verarbeitet Text, Bilder und Audio auf dem Pixel

Google hat Gemma 4 E2B für die Pixel-10-Familie vorgestellt. Das kompakte KI-Modell läuft direkt auf Googles Mobilprozessor und verarbeitet Text, Bilder und Audio ohne Internetverbindung. Eingaben müssen für diese Verarbeitung damit nicht an einen Cloud-Dienst übertragen werden.

Entwicklern stehen eine Beta des Tensor SDK und offener Beispielcode zur Verfügung, um die lokale KI in Anwendungen einzubinden. Google

EU-Kommission sieht Verstöße bei der Gestaltung von Instagram und Facebook

Die EU-Kommission kommt vorläufig zu dem Ergebnis, dass die Gestaltung von Instagram und Facebook gegen den Digital Services Act verstößt. Sie beanstandet den Umgang mit Risiken durch personalisierte Empfehlungen, Endlos-Scrollen, automatische Wiedergabe und Benachrichtigungen.

Meta habe die Folgen für das körperliche und mentale Wohlergehen nicht ausreichend bewertet oder wirksam begrenzt. Im Mittelpunkt stehen Minderjährige und besonders verletzliche Erwachsene. EU-Kommission

EU billigt freiwilligen Kodex zur Kennzeichnung von KI-Inhalten

Die EU-Kommission und das AI Board haben den Transparenzkodex für KI-generierte Inhalte als geeignetes Hilfsmittel zur Umsetzung von Artikel 50 des AI Act bewertet. Anbieter und Betreiber können ihm freiwillig beitreten. Der Kodex unterstützt sie bei der Kennzeichnung synthetischer Inhalte, von Deepfakes und bestimmter Texte.

Ein Beitritt gilt nicht automatisch als Nachweis, dass sämtliche rechtlichen Anforderungen erfüllt sind. Bewertung der EU-Kommission

Microsoft veröffentlicht die Modellgewichte von Aurora 1.5

Microsoft hat die Modellgewichte seines Erd- und Wettermodells Aurora 1.5 offen veröffentlicht. Die neue Version ergänzt 22 Variablen und ermöglicht stündliche Vorhersagen sowie Wahrscheinlichkeitsprognosen.

Der Schweizer Energieversorger BKW nutzt Aurora neben bestehenden Wettermodellen für seine Betriebsplanung. Microsoft Research

02

In Unternehmen

Network Rail beschleunigt die Entwicklung interner Anwendungen

Network Rail berichtet, dass es Entwicklungsprojekte für interne Anwendungen mit generativen Funktionen in Power Apps inzwischen zehnmal schneller abschließt. Fachbereiche beschreiben dazu einen Geschäftsprozess in Alltagssprache. Die KI erstellt einen ersten Lösungsentwurf, den Entwickler und Prozessverantwortliche prüfen und ausbauen. Microsoft-Kundenbericht

Bei einer Führungskräftekonferenz entstand auf diese Weise in weniger als einer Stunde ein funktionierender Prototyp. Der britische Infrastrukturbetreiber hat mehr als 2.500 interne Entwickler außerhalb klassischer IT-Rollen.

03

Europa und Deutschland

EU untersucht ein gemeinsames Register für Vorbehalte gegen Text- und Data-Mining

Eine von der EU-Kommission veröffentlichte Machbarkeitsstudie untersucht ein europäisches Register, in dem Rechteinhaber ihre Vorbehalte gegen Text- und Data-Mining auffindbar machen könnten. Ein solches Verzeichnis würde es KI-Entwicklern erleichtern, entsprechende Angaben zu Werken zu erkennen.

Die Studie prüft dafür Werkkennungen, digitale Fingerabdrücke und Metadaten. Das Register soll bestehende Möglichkeiten des Rechtevorbehalts ergänzen. Über weitere Schritte entscheidet die Kommission nach zusätzlicher Prüfung. Machbarkeitsstudie der EU-Kommission

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Gebaut in Europa

Embat · Liquiditätsplanung · Spanien

Embat verbindet Bankkonten mit Buchhaltungssystemen und erstellt aus den Zahlungsströmen kurz- bis langfristige Liquiditätsprognosen. KI unterstützt die Kontierung und Abstimmung von Transaktionen sowie das Erkennen von Abweichungen. Finanzteams können Kontostände, geplante Zahlungen und den künftigen Finanzierungsbedarf gemeinsam verfolgen.

Metaview · Recruiting-Dokumentation · Vereinigtes Königreich

Metaview erstellt aus aufgezeichneten Bewerbungsgesprächen strukturierte Notizen. Recruiting-Teams können frühere Interviews durchsuchen und eingehende Bewerbungen anhand hinterlegter Kriterien prüfen. Die Plattform lässt sich mit Bewerbermanagement- und Terminwerkzeugen verbinden.

Aikido Security · Anwendungssicherheit · Belgien

Aikido führt Sicherheitsprüfungen von Quellcode, Cloud-Konfigurationen und laufenden Anwendungen in einer Oberfläche zusammen. Die Plattform priorisiert gefundene Schwachstellen und unterstützt Entwickler bei deren Korrektur. Softwareteams können die Prüfungen in ihren Entwicklungsprozess einbinden.