8. Oktober 2026
OpenAI bringt GPT-6 in alle ChatGPT-Tarife
Was wichtig war
OpenAI bringt GPT-6 in alle ChatGPT-Tarife
OpenAI führt GPT-6 mit einer neuen, interaktiven Oberfläche in ChatGPT ein. Antworten können neben Text auch Diagramme, Formulare, Schaltflächen und kleine Werkzeuge enthalten. Das Modell entscheidet je nach Anfrage, ob eine solche Darstellung sinnvoll ist. Außerdem kann ChatGPT bereits Teile einer Antwort zeigen, während das Modell noch weiterarbeitet.
Seit dem 7. Oktober wird GPT-6 für Plus, Pro, Business und Enterprise freigeschaltet; Free und Go folgen heute. In den bezahlten Tarifen arbeitet im Chat GPT-6 Sol, in Free und Go GPT-6 Luna. Die Modelle hinter Work und Codex ändern sich mit diesem Schritt nicht. OpenAI
Anthropic senkt die Kosten seines kleinen Modells um rund 75 Prozent
Claude Haiku 5.5 ist seit dem 7. Oktober über Anthropics eigene Plattform sowie AWS, Google Cloud und Microsoft Azure verfügbar. Das Modell ist für kurze, häufig wiederholte Aufgaben gedacht, etwa Klassifikation, Zusammenfassungen, Datenbankabfragen und Live-Support.
Für Eingaben bis 100.000 Token verlangt Anthropic 0,10 Dollar je Million Eingabetoken und 0,50 Dollar je Million Ausgabetoken. Damit kostet Haiku 5.5 nach Angaben des Unternehmens im Durchschnitt rund 75 Prozent weniger als Haiku 4.5. Für längere Eingaben gelten höhere Preise. Anthropic
Windows isoliert KI-Agenten in eigenen Containern
Microsoft hat seine Execution Containers für Windows allgemein verfügbar gemacht. Darin lassen sich KI-Agenten und von ihnen erzeugte Programme mit vorgegebenem Zugriff auf Dateien, Netzwerk und Benutzeroberfläche ausführen. Windows weist Agenten eigene Identitäten zu. Aktionen können dadurch einem bestimmten Agenten zugeordnet werden.
Gleichzeitig bereitet Microsoft eine automatische Verteilung zwischen lokalen und cloudbasierten Modellen vor. GitHub Copilot soll künftig je nach Aufgabe entscheiden, ob ein Modell auf dem Rechner oder in der Cloud arbeitet. Microsoft
USA finanzieren Datengrundlage für digitale Zellmodelle
Das US-Energieministerium, die National Institutes of Health und Biohub wollen gemeinsame Datensätze für Modelle aufbauen, die Reaktionen von Zellen auf Eingriffe vorhersagen. Dafür sollen unter anderem Hochleistungsrechner, automatisierte Labore sowie Bild- und Genomdaten zusammengeführt werden.
Das Energieministerium stellt über fünf Jahre mehr als 500 Millionen Dollar bereit; Biohub investiert weitere 500 Millionen Dollar in seine Virtual Biology Initiative. Die Partner haben zunächst eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ein belastbares digitales Zellmodell ist damit noch nicht erreicht. US-Energieministerium
In Unternehmen
N26 automatisiert ausgewählte Service- und Prüfprozesse
N26 setzt KI-Agenten im Kundenservice, bei Rückbuchungen und bei der Aufbereitung von Verdachtsfällen für die Geldwäscheprüfung ein. Die Bank gibt an, innerhalb eines Jahres 70 Prozent der Arbeit in diesen ausgewählten Prozessen automatisiert zu haben.
Die Zahl bezieht sich nicht auf den gesamten Bankbetrieb, sondern auf diese drei Abläufe. Veröffentlicht wurde sie in einem Bericht von Anthropic; eine unabhängige Messung liegt nicht vor. Anthropic-Bericht
Europa und Deutschland
Mistral startet die Vorschau auf sein bislang größtes Modell
Mistral Large 4 ist seit dem 6. Oktober als öffentliche API-Vorschau verfügbar. Das multimodale Modell hat insgesamt rund 1,05 Billionen Parameter, aktiviert davon pro Anfrage 49 Milliarden und verarbeitet bis zu eine Million Token Kontext. Die Gewichte will Mistral bis Ende Oktober veröffentlichen.
Trainiert wurde das Modell nach Unternehmensangaben auf 3.800 Nvidia-Grace-Blackwell-Prozessoren in eigenen europäischen Rechenzentren. Der reguläre API-Preis liegt bei 1,36 Dollar je Million Eingabetoken und 4,18 Dollar je Million Ausgabetoken; zum Start gilt zwei Wochen lang ein Rabatt von 50 Prozent. Mistral
Gebaut in Europa
DeepIP · Patentanmeldungen entwerfen und prüfen · Frankreich
DeepIP erstellt aus Erfindungsunterlagen Entwürfe für Patentansprüche, Beschreibungen und Zusammenfassungen. Die Software unterstützt außerdem die Recherche nach älteren Schutzrechten und Antworten auf Bescheide von Patentämtern; die Prüfung bleibt bei Patentfachleuten.
Trace.Space · Technische Anforderungen prüfen · Lettland
Trace.Space verbindet Anforderungen, Tests und Konstruktionsparameter für Produkte wie Fahrzeuge, Roboter und Medizintechnik. Die Software markiert fehlende Testabdeckung, widersprüchliche Anforderungen und Änderungen, die andere Bauteile oder Varianten betreffen.